Gesundheit

Rauchfrei im Büro: Mit diesen Tipps die Lust auf Zigaretten bekämpfen

August 6, 2019

In den meisten Büros ist das Rauchen verboten. Größtenteils sind auch Raucherräume oder Rauch-Inseln abgeschafft worden, an denen sich rauchende Mitarbeiter zu kurzen Pausen im Büro treffen konnten. Hintergrund ist der vor einigen Jahren per Gesetz eingeführte Nichtraucherschutz, denn auch das passive Inhalieren der giften Zigarettendämpfe kann zu weitreichenden gesundheitlichen Komplikationen führen.

Wenn Sie das Rauchen aufgeben möchten, stellt dies eine gute Möglichkeit dar, das Nicht-Rauchen zu unterstützen. Auch wenn der Weg vor die Tür nicht weit ist und sie die Pausengespräche mit Ihren Kollegen schätzen, scheuen sich viele Menschen, die das Rauchen aufgeben möchten, davor, mit nach unten zu gehen.

Suchen Sie beruflich lieber den Kontakt zu Arbeitskollegen, die nicht rauchen. Begleiten Sie diese auf einen Kaffee zum Bäcker um die Ecke oder gehen Sie eine Runde im nahe gelegenen Park spazieren. Je weniger Sie sich mit Rauchern umgeben, umso geringer wird Ihr Wunsch ausfallen, selbst auch wieder zur Zigarette zu greifen. Auch, wenn Sie selbst seit einiger Zeit keine Zigaretten mehr kaufen, ist die Versuchung doch groß, Arbeitskollegen nach einer Zigarette zu bitten und dann doch wieder zu rauchen.

Und nicht rauchende Freiberufler im Home Office?

Wenn Sie für sich alleine arbeiten, kann sich das Durchhalten manchmal als besonders schwierig darstellen. Sie haben kein positives Feedback von nicht rauchenden Arbeitskollegen und wenn wieder einmal der ganze Schreibtisch voll ist mit unerledigten Aufgaben, ist die Versuchung groß, doch schnell zum Supermarkt zu gehen und eine Schachtel Zigaretten einzukaufen.

Sie können sich vor allem in der schwierigen Anfangsphase der Rauchentwöhnung leicht selbst austricksen: Wenn Sie Büroräume mieten, arbeiten Sie auch als Freiberufler mit vielen nicht-rauchenden Kollegen zusammen. Ein großer Vorteil ist für Sie dabei, wenn das Mietbüro in einer Gegend liegt, in der es keine Zigarettenautomaten gibt. Gehen Sie mittags zum Supermarkt, sollten Sie darauf achten, in Begleitung von rauchfreien Co-Workern shoppen zu gehen. So fühlen Sie sich beobachtet beim Einkaufen und kaufen statistisch gesehen seltener Zigaretten ein.

Haben Sie viel zu tun, kann es sein, dass Sie im Coworking Space auf interessante Gesprächspartner treffen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden wie Sie. Nicht selten ergeben sich auch beruflich hoch interessante Kontakte. In vielen Mietbüros arbeiten IT-Spezialisten, Designer und selbstständige Buchhalter Tisch an Tisch zusammen. Als Freiberufler profitieren Sie von kurzen Wegen und können Ihre Dienstleistung im angemieteten Coworking Space unter Umständen direkt an den Mann bringen.

Rauchfrei in den Feierabend

Und nach der Arbeit? Häufig rauchen Menschen aus Langeweile, auch gegen Heißhunger verwenden manche Raucher eine giftige Zigarette. Verabreden Sie sich viel mit Freunden oder unternehmen Sie in Ihrer freien Zeit etwas mit den Eltern oder anderen Familienangehörigen. Wenn Sie Bekannte und Verwandte auf Ihre besondere Situation aufmerksam machen, werden Sie sicher viel Verständnis und Mitgefühl erhalten. In der Regel ist es der ganzen Familie ein Herzensanliegen, den Weg zum Nichtraucher optimal zu begleiten und nach besten Kräften zu unterstützen.

Reagieren Sie in den ersten Tagen und Wochen der Rauch-Entwöhnung leicht gereizt, entschuldigen Sie sich für Ihre Aussetzer. So vermeiden Sie, dass Ihre eventuelle Aggression persönlich genommen wird. Beobachten Sie aber akribisch, wie sehr sich das Rauchen auf alle Bereiche Ihres Lebens negativ auswirkt! Es kann hilfreich sein, eine Strichliste zu führen. Jedes Mal, wenn Sie ausfallend werden, weil Sie sich so sehr eine Zigarette wünschen, machen Sie einen Strich. Überlegen Sie sich zu Hause, in Ruhe, welche Aktivitäten Ihnen alternativ in der jeweiligen Situation guttun würden.

Zum Beispiel: Sie schlendern mit der Schwester am Rhein entlang, am Flussufer liegt ein Pärchen auf der Decke – beide rauchen. Sie motzen Ihre Schwester aus heiterem Himmel an, weil Sie eifersüchtig sind und den „herrlichen“ Zigarettengestank riechen. Erstens: Sie machen einen Strich auf Ihrer Liste. 2. Sie entschuldigen sich bei Ihrer Schwester und erklären, dass es die Sucht war, die aus Ihnen gesprochen hat. 3. Abends, zu Hause, suchen Sie nach drei bis vier Alternativen, wie Sie einer derartigen Situation beim nächsten Mal begegnen möchten. Das könnten etwa sein:

– Ich frage meine Schwester, wie ihr Tag im Büro war.

– Wir legen eine kurze Jogging-Tour ein, vielleicht bis zur nächsten Brücke.

– Ich lade meine Schwester auf eine Tasse Kaffee ein.

– Ich frage, was sie am Wochenende geplant hat oder ob wir nicht mal wieder gemeinsam shoppen gehen wollen.

Wie Sie sich in Akutsituationen ablenken, ist eigentlich egal. Hauptsache, Sie finden anregenden Gesprächsstoff oder eine witzige Aktivität, die Sie sofort und umgehend von dem Gedanken an Zigaretten ablenkt.